Handy gestohlen oder geklaut: Was tun? So sperrst du Gerät, SIM-Karte und Konten

Wenn dein Handy gestohlen wurde: Markiere es über Wo ist? oder Mein Gerät finden als verloren, ändere von einem anderen Gerät das E-Mail-Passwort, lass Karten und SIM-Karte sperren, auch über den Sperr-Notruf 116 116, und erstatte Anzeige.

Eine Frau reagiert erschrocken, als ihr jemand auf der Straße das Handy aus der Hand reißt

Jetzt sperren, in dieser Reihenfolge

War das Handy entsperrt, als es geklaut wurde, oder waren Banking- und E-Mail-Apps offen, fang bei den Konten an. Nimm einen Computer oder ein Handy, dem du traust, und erledige, was du gerade erreichst:

  1. Markiere das Handy als verloren oder lösch es. Von einem anderen Gerät aus über icloud.com/find beim iPhone oder über Mein Gerät finden beim Android-Handy. Mehr dazu weiter unten.
  2. Ändere das Passwort deines wichtigsten E-Mail-Kontos und melde alle offenen Sitzungen ab. Über das E-Mail-Konto werden die Passwörter fast aller anderen Konten zurückgesetzt.
  3. Ruf deine Bank an oder lass Online-Banking und Karten sperren. Der Sperr-Notruf 116 116 nimmt Sperren für girocard, Kreditkarte, Online-Banking, Personalausweis und SIM-Karte entgegen, rund um die Uhr, auch an Feiertagen. Aus dem deutschen Festnetz ist der Anruf kostenlos.
  4. Lass die SIM-Karte bei deinem Mobilfunkanbieter sperren, damit niemand auf deine Kosten telefoniert und deine SMS-Codes empfängt. Auch das geht über die 116 116, wenn du die Nummer deines Anbieters nicht findest.
  5. Warne die Menschen, die dir am nächsten sind, über einen Weg, den sie kennen, dass sie eine Bitte um Geld in deinem Namen ignorieren sollen, bis du dich meldest.
  6. Erstatte Anzeige bei der Polizei und bewahre die Vorgangsnummer zusammen mit den Nummern von Bank und Anbieter auf.

Nichts davon garantiert, dass Handy oder Geld zurückkommen. Es verkleinert, was noch erreichbar ist, und schafft die Nachweise, nach denen jedes Unternehmen später fragt. Bist du in unmittelbarer Gefahr, wähl die 110. Geh nicht allein zu dem Ort, den die Karte anzeigt.

Eine Frau sitzt mit dem Rücken zur Kamera am Esstisch vor einem Laptop, neben ihr ein Notizblock und ein Smartphone in grüner Hülle
Beispielszene: Konten sperren und Unternehmen benachrichtigen verkleinert das, was noch erreichbar ist.

Warum es keinen einzigen Knopf für alles gibt

In Deutschland gibt es keine Stelle, die Mobilfunkanbieter, Bank und Gerätehersteller auf einmal informiert. Jeder muss es von dir erfahren, und jeder sperrt etwas anderes: Der Anbieter sperrt die SIM-Karte und damit deine Rufnummer auf dem Gerät, der Hersteller sperrt oder löscht das Gerät über deinen Apple Account oder dein Google-Konto, und die Bank sperrt Karten und Zugänge. Der Sperr-Notruf 116 116 vermittelt viele dieser Sperren über eine Nummer, ersetzt aber nicht die Abmeldung deiner Apps.

Deshalb ist die Reihenfolge oben wichtig. Fang bei dem an, was auf dem Handy schon angemeldet war, denn das kann jemand in der nächsten Stunde benutzen. Die Sperre der SIM-Karte schützt Leitung und SMS-Codes, sie tut aber nichts gegen eine App, die über WLAN weiter angemeldet ist.

SIM-Karte, Rufnummer und IMEI

Die Sperre der SIM-Karte verhindert, dass deine Nummer für Anrufe, SMS und die Bestätigungscodes per SMS benutzt wird. Die Verbraucherzentrale warnt, dass Diebe sonst Rechnungen auf deine Kosten verursachen können, und rät, auch Prepaid-Karten sperren zu lassen, weil man bei manchen Anbietern ins Minus geraten kann. Sie weist auch darauf hin, dass nicht alle Anbieter die Sperrung kostenlos durchführen.

Für die Sperre fragen Anbieter meistens nach Rufnummer, SIM-Kartennummer und Kundennummer oder Kundenkennwort. Eine eSIM ist dieselbe Leitung, nur fest im Handy gespeichert. Auch sie muss der Anbieter deaktivieren, und ein Handy mit zwei Leitungen kann beides haben.

Die IMEI ist die 15-stellige Seriennummer des Geräts. Die Verbraucherzentrale nennt sie als Hilfe, um dein Gerät bei der Polizei zu identifizieren. Frag bei der Sperre deinen Anbieter, ob er zusätzlich auch das Gerät selbst über die IMEI sperren kann, denn was hier möglich ist, sagt dir nur dein Anbieter. Hast du die IMEI nicht notiert, steht sie auf der Verpackung und auf der Rechnung. Bei Android kannst du laut Google außerdem einstellen, dass die IMEI auf dem Sperrbildschirm angezeigt wird, damit ein ehrlicher Finder sie sieht.

Danach bekommst du beim Anbieter eine Ersatz-SIM. Laut Verbraucherzentrale bleibt die Rufnummer dabei gleich, und an der Laufzeit deines Vertrags ändert sich nichts. Frag bei der Gelegenheit nach einem Kundenkennwort, damit niemand deine Nummer ohne dich auf eine andere Karte holt. Was dahintersteckt, steht in SIM-Swapping.

Orten, als verloren markieren oder löschen

Die Verbraucherzentrale nennt eine Reihenfolge, die viele nicht kennen: Funktionen wie das Löschen aus der Ferne sind nur verfügbar, solange das Handy nicht gesperrt und nicht ausgeschaltet ist. Sie rät deshalb, Daten zuerst aus der Ferne zu löschen und erst danach die Sperrhotline des Anbieters anzurufen. Steht ein Bankzugang offen, gehen Bank und E-Mail trotzdem vor.

Beim iPhone findest du ein verlorenes Gerät laut Apple-Hilfe zum verlorenen iPhone mit der App Wo ist? auf einem anderen Gerät oder im Internet unter icloud.com/find. Markierst du es als verloren, wird es mit deinem Code gesperrt, und die Zahlungskarten für Apple Pay werden gesperrt. Du kannst eine Telefonnummer und eine Nachricht für ehrliche Finder hinterlegen. Ist das Gerät offline, beginnt das Löschen aus der Ferne, sobald es wieder online ist. Das Löschen lässt sich nicht rückgängig machen. Laut Apple-Hilfe zu Wo ist? kannst du ein Gerät mit iOS 15 oder neuer auch nach dem Löschen weiter finden.

Entferne das Gerät nicht aus Wo ist?, auch nicht nach dem Löschen. Apple erklärt, dass damit die Aktivierungssperre aufgehoben wird und Diebe das Gerät dann leichter entsperren und weiterverkaufen können.

Beim Android-Handy beschreibt Google, wie du ein verlorenes Gerät ortest, sperrst oder löschst: mit der App Mein Gerät finden auf einem anderen Android-Gerät oder im Browser. Voraussetzung ist, dass das Handy in einem Google-Konto angemeldet ist und Mein Gerät finden eingeschaltet war. Findest du ein gelöschtes Gerät wieder, brauchst du das Passwort deines Google-Kontos, um es wieder zu benutzen.

Quelle: Hessischer Rundfunk

Was jemand mit deinem Handy erreichen kann

Eine gesperrte SIM-Karte beendet keine Sitzung, ändert kein Passwort und hält keine App auf, die über WLAN läuft. Das Gerät zu schützen und die Konten zu schützen sind zwei Aufgaben, und die zweite ist die dringendere.

Ein entsperrtes Handy kann die Banking-App mit schon freigegebenen Limits öffnen, Bezahl-Apps, die Geld in Sekunden bewegen, Bestätigungscodes per SMS oder App, das E-Mail-Konto, über das jedes andere Passwort zurückgesetzt wird, und die Chats mit Menschen, die dir vertrauen.

  • E-Mail: Passwort von einem Gerät ändern, dem du traust, alle Sitzungen abmelden und Wiederherstellungsnummer und -adresse auf Einträge prüfen, die du nicht selbst gesetzt hast. Die Verbraucherzentrale rät, sofort die Passwörter aller Dienste zu ändern, die du über das Handy nutzt, wenn es gar nicht oder nur mit einem leicht zu erratenden Code gesichert war.
  • Bank: den Diebstahl melden, den Zugang vom gestohlenen Gerät sperren lassen, die letzten Umsätze durchsehen und den Anweisungen der Bank folgen.
  • Karten: die Karten in der Wallet-App sperren oder ersetzen lassen und auf Abbuchungen achten, die du nicht kennst.
  • Apple Account oder Google-Konto: das gestohlene Gerät aus der Liste der angemeldeten Geräte heraus abmelden, sobald du es gelöscht hast, ohne es aus Wo ist? zu entfernen.
  • Alles andere: offene Sitzungen abmelden und Passwörter zuerst bei den Diensten ändern, die persönliche Daten, Dokumente oder eine gespeicherte Zahlungsart haben.

Siehst du eine Buchung, die du nicht gemacht hast, sag es im selben Anruf und notier die Vorgangsnummer. Kläre das nicht über eine Nummer oder einen Link aus einer Nachricht, sondern über den offiziellen Weg, den du selbst heraussuchst.

Warne deine Kontakte

Wer deine Messenger-Apps benutzen kann, kann Menschen anschreiben, die dich kennen, und in deinem Namen um Geld bitten. Das ist etwas anderes als ein gefälschtes Profil mit deinem Foto auf einer neuen Nummer, aber beides braucht dieselbe Warnung.

Nimm einen anderen Weg, etwa einen Anruf, eine E-Mail oder ein anderes Konto, und bitte die Leute, jede Bitte um Geld zu ignorieren, bis du dich meldest. Hast du den Zugang zu WhatsApp verloren, hilft WhatsApp-Konto gestohlen, und woran du ein übernommenes Konto erkennst, steht in WhatsApp gehackt. Hol dein eigenes Konto zuerst zurück und melde es nicht, bevor du es versucht hast. Melden ist für das separate gefälschte Profil gedacht.

Wenn schon jemand gezahlt hat

Wer Geld geschickt hat, ruft noch am selben Tag die eigene Bank an und meldet den Fall als Betrug. Eine Echtzeitüberweisung ist in Sekunden beim Empfänger, deshalb muss der Anruf kommen, solange auf dem Empfängerkonto vielleicht noch etwas liegt. Der Ablauf steht in Echtzeitüberweisung und Betrug, was tun.

Die falsche Nachricht, dein Handy sei gefunden worden

Tage oder Wochen nach dem Diebstahl kann eine SMS, eine E-Mail oder eine Nachricht kommen, dein Handy sei gefunden worden. Sie trägt den Namen von Apple oder Google, kommt aber nicht von dort, sondern von der Person, die das Handy hat, und sie will das Passwort zu deinem Konto. Der Link öffnet eine Seite, die die Anmeldung nachbaut, und mit dem dort eingegebenen Passwort lässt sich das Gerät aus deinem Konto entfernen und verkaufen.

Ein Beispiel

Drei Tage, nachdem ihr Handy an der Bushaltestelle weggerissen wurde, bekommt Sabine auf der neuen SIM-Karte eine SMS: „Ihr verlorenes Gerät wurde geortet. Tippen Sie hier, um den Standort auf der Karte zu sehen.“ Der Link öffnet eine Karte und direkt darunter ein Feld, in dem sie E-Mail-Adresse und Passwort ihres Kontos bestätigen soll. Sie wartet seit Tagen auf eine Nachricht über das Handy, also wirkt die SMS echt.

Apple schreibt in seiner Hilfe zum verlorenen iPhone, dass es dich niemals kontaktieren wird, um mitzuteilen, dass dein iPhone oder iPad gefunden wurde, und dass du Gerätecode, Passwörter und Bestätigungscodes niemals an Personen weitergeben sollst, die danach fragen. Kommt so eine Nachricht, tipp den Link nicht an. Um zu sehen, wo dein Gerät ist, gib icloud.com/find selbst in den Browser ein oder öffne Mein Gerät finden. Wie solche Seiten funktionieren, steht in was ist Smishing.

Wann du Anzeige erstattest

Erstatte die Anzeige, nachdem du die dringenden Sperren angestoßen hast. Der Sperr-Notruf nennt genau diese Reihenfolge: erst sperren, dann sofort Anzeige bei der Polizei erstatten. Sag, wo und wann es passiert ist, beschreib das Handy und gib jede IMEI an, die du hast. Ergänze jede Buchung oder Anmeldung, die dir aufgefallen ist, aber schreib keine Passwörter oder Sicherheitscodes auf.

Laut den Onlinewachen der Polizeien kannst du die Anzeige bei der Polizeidienststelle in deiner Nähe erstatten oder in einigen Fällen online, zum Beispiel bei Diebstahl. Die Onlinewache ist nicht für Notfälle gedacht. Wurde dir das Handy mit Gewalt oder Drohung weggenommen, oder bist du noch in Gefahr, ist das ein Fall für die 110 und nicht für ein Formular.

Die Polizei ortet ein gestohlenes Handy nicht selbst. Laut Bundespolizei kann dein Netzbetreiber das Gerät anhand der IMEI orten, wenn die SIM-Karte eingelegt, das Gerät eingeschaltet und mit seinem Netz verbunden ist. Dafür legst du ihm die Bescheinigung über die Anzeige vor und beantragst die Ortung. Einen Rechtsanspruch darauf hast du nicht. Findet der Netzbetreiber das Gerät, gibst du den Standort mit der Vorgangsnummer an die Dienststelle weiter, bei der du Anzeige erstattet hast. Wo du die IMEI findest, steht in IMEI-Nummer herausfinden.

Die Anzeige brauchst du oft auch für eine Versicherung. Die Verbraucherzentrale schreibt, dass die normale Hausratversicherung beim Handy nur zahlt, wenn es bei einem Einbruchdiebstahl in der Wohnung oder bei einem Überfall gestohlen wurde, und dass der Diebstahl dann in jedem Fall mit IMEI bei der Polizei angezeigt werden muss. Was dein Vertrag abdeckt, steht in den Bedingungen deiner Versicherung. Bewahre eine Kopie der Anzeige zusammen mit den Vorgangsnummern von Anbieter, Bank und anderen Diensten auf.

Was du einrichtest, bevor es passiert

Diese Einstellungen helfen, wenn das Handy später gestohlen wird:

  • Leg dir eine Notfallkarte an. Das BSI nennt in seinem Beitrag Handyverlust, das ist zu tun diese Angaben: Rufnummer, Handymarke, IMEI, SIM-Kartennummer, Mobilfunkanbieter und Hotline des Anbieters. Bewahre die Karte außerhalb des Handys auf.
  • Am iPhone: Schalte den Schutz für gestohlene Geräte ein, unter Einstellungen, Face ID und Code. Laut Apple verlangen einige Aktionen dann außerhalb vertrauter Orte wie Zuhause oder Arbeit Face ID oder Touch ID ohne Code-Alternative, etwa der Zugriff auf gespeicherte Passwörter, und für die Änderung des Apple-Account-Passworts gilt eine Wartezeit von einer Stunde. Die Funktion braucht iOS 17.3 oder neuer und muss eingeschaltet sein, bevor das Handy verloren geht.
  • Am Android-Handy: Schalte den Diebstahlschutz ein, unter Einstellungen, Google, Alle Dienste, Diebstahlschutz. Laut Google gehören dazu die Diebstahl-Displaysperre, die Offline-Gerätesperre, die das Display sperrt, wenn das Handy eine Zeit lang offline benutzt wird, und das Sperren per Fernzugriff, für das eine bestätigte Telefonnummer nötig ist. Welche Funktionen du bekommst, hängt von Version und Modell ab.
  • Schalte die SIM-PIN ein, die beim Start des Handys abgefragt wird. Das BSI nennt die PIN-Abfrage beim Starten ausdrücklich als Teil des Basisschutzes.
  • Schalte die Zwei-Faktor-Authentifizierung für deine wichtigen Konten ein und nimm dort, wo es geht, eine App oder einen Schlüssel statt SMS. Die Abwägung steht in Zwei-Faktor-Authentifizierung.
  • Lass Wo ist? oder Mein Gerät finden eingeschaltet und probier einmal aus, wie du dich vom Computer aus anmeldest, bevor du es brauchst.
  • Halte einen zweiten Weg für Codes bereit, der nicht an diesem Handy hängt, zum Beispiel ausgedruckte Wiederherstellungscodes zu Hause.
  • Hinterlege eine Kontaktmöglichkeit auf dem Sperrbildschirm. Die Verbraucherzentrale rät dazu, damit ein ehrlicher Finder dich erreichen kann.

Häufige Fragen zum gestohlenen Handy

Sperrt die SIM-Sperre auch das Handy selbst?

Nein. Die SIM-Sperre verhindert, dass deine Nummer auf dem Gerät funktioniert. Das Gerät sperrst du über Wo ist? beim iPhone oder Mein Gerät finden beim Android-Handy. Frag deinen Anbieter, ob er zusätzlich das Gerät über die IMEI sperren kann, und gib die IMEI in jedem Fall bei der Anzeige an.

Brauche ich eine Anzeige, bevor ich etwas sperren kann?

Nein. Fang mit E-Mail, Bank und SIM-Karte an, keine dieser Stellen braucht vorher eine Anzeige. Erstatte sie danach und bewahre die Vorgangsnummer bei den anderen Nummern auf, denn Versicherung und Bank fragen später danach.

Kann ich das Handy nach dem Löschen noch orten?

Das hängt vom System ab. Ein iPhone oder iPad mit iOS 15 oder iPadOS 15 oder neuer lässt sich laut Apple auch nach dem Löschen weiter mit Wo ist? finden. In jedem Fall gilt: Geh nicht selbst zu dem Ort auf der Karte, sondern gib den Standort an die Polizei weiter.

Das Handy war entsperrt, als es weggenommen wurde. Was zuerst?

Die Konten, nicht das Gerät. Ändere von einem anderen Gerät aus das E-Mail-Passwort und melde alle Sitzungen ab, ruf dann die Bank an oder nutz die 116 116, dann den Anbieter, markiere das Handy als verloren oder lösch es und warne deine Kontakte. Ein entsperrtes Handy ist eine Sammlung offener Sitzungen, und die kann jemand sofort benutzen.

Soll ich das Gerät aus Wo ist? entfernen, wenn ich es abgeschrieben habe?

Nein. Apple erklärt, dass damit die Aktivierungssperre aufgehoben wird und Diebe das Gerät dann leichter entsperren und weiterverkaufen können. Lass es in der Liste, auch wenn du es aus der Ferne gelöscht hast.

Muss ich danach eine neue Rufnummer nehmen?

Meistens nicht. Laut Verbraucherzentrale bleibt die Rufnummer mit einer Ersatz-SIM gleich, und das hält deine Kontakte und deine SMS-Codes am Laufen. Eine neue Nummer lohnt sich nur, wenn es in deinem Fall einen konkreten Grund gibt, etwa weil die Nummer selbst gegen dich eingesetzt wird.

Kann die Polizei ein gestohlenes Handy orten?

Nicht selbst. Laut Bundespolizei kann dein Netzbetreiber das Handy anhand der IMEI orten, wenn SIM-Karte, Strom und Netzverbindung da sind. Du beantragst das mit der Bescheinigung über die Anzeige, einen Rechtsanspruch hast du nicht. Den Standort aus Wo ist? oder Mein Gerät finden gibst du an die Polizei weiter und gehst nicht selbst hin.

Ist ein ausgeschaltetes Handy ortbar?

Manchmal. Ein unterstütztes iPhone lässt sich laut Apple mit eingeschaltetem Wo ist?-Netzwerk bis zu 24 Stunden nach dem Ausschalten orten, im Stromsparmodus bis zu 5 Stunden. Ist der Akku leer, zeigt Wo ist? den letzten bekannten Standort bis zu sieben Tage. Bei Android findet das Mein Gerät finden-Netzwerk laut Google unterstützte Geräte wie die Pixel-8-Serie auch nach mehreren Stunden ausgeschaltet, wenn die Offline-Suche mit Netzwerk eingeschaltet war und Bluetooth und Standort beim Ausschalten an waren.

Was tun, wenn das Handy im Ausland geklaut wurde?

Dieselben Schritte wie zu Hause, nur mit anderen Nummern. Den Sperr-Notruf erreichst du aus dem Ausland unter +49 116 116, wenn das nicht klappt unter +49 30 4050 4050. Die Kosten hängen vom ausländischen Anbieter ab. Wo ist? und Mein Gerät finden funktionieren über den Browser auch im Ausland. Erstatte Anzeige bei der Polizei vor Ort und heb die Bestätigung auf, die brauchst du später für Versicherung und Anbieter.

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